Romantik hat an diesem Abend nur wenig Platz (© Universal Pictures, 2025)
Das Plakat von “Drop – Tödliches Date” (© Universal Pictures, 2025)
Inhalt: Nach Jahren in einer missbräuchlichen Beziehung mit blutigem Ende kümmert sich Violet (Meghann Fahy) als alleinerziehende Mutter hingebungsvoll um Sohn Toby (Jacob Robinson). An ein Datingleben war lange aus mehreren Gründen nicht zu denken. Jetzt hat sie aber online den charmanten Henry (Brandon Sklenar) getroffen und lässt sich nach einiger Zeit auf eine Verabredung mit ihm in einem Luxus-Restaurant über der Stadt ein. Zu Anfang scheint alles perfekt zu laufen, bis ihr jemand bedrohliche Drop-Nachrichten zukommen lässt. Es ist technisch nur möglich, dass diese von einem anderen Restaurantbesucher kommen. Was sich erst wie ein geschmackloser Scherz anlässt, wird zum reinen Albtraum, als Violet dann plötzlich einen Anruf erhält: Ein maskierter Mann ist in ihr Haus eingedrungen und hat Toby sowie Violets Schwester Jen (Violet Beane) als Geisel genommen. Wenn ihre Familie überleben soll, muss sie ihr Date Henry töten. Auf Schritt und Tritt beobachtet, zusätzlich mit enormem Zeitdruck versehen, scheint es keinen Ausweg zu geben. Wie kann sie ihren Sohn und ihre Schwester retten, ohne dabei selbst zur Mörderin zu werden?
Kritik: Mit Horror-Komödien wie den „Happy Deathday“-Filmen oder dem köstlichen Spaß „Freaky“ hat sich Regisseur Christopher Landon in den vergangenen Jahren in den Fokus gespielt. Das bescherte ihm eigentlich sogar den hauptverantwortlichen Job bei „Scream 7“, was aber nach einigen (nicht von ihm verantworteten) Problemen im Hintergrund wieder verworfen wurde. Stattdessen liefert er mit „Drop – Tödliches Date“ einen fast schon nostalgisch anmutenden Hochglanz-Thriller, der zu 80% als Beinahe-Kammerspiel funktioniert. Die arg konstruierte und im Film nur notdürftig erklärte Ausgangslage für die zentrale Erpressung soll auf die Art überspielt werden, die Landon am besten liegt: Humor.
Der funktioniert als Konstante in der Geschichte und bildet zwischen Metaebene und B-Film-Flair eine gute Grundlage, um den simpel gehaltenen Thrillerplot einigermaßen unterhaltsam zu gestalten. Clevere Spielereien mit der Meme-Kultur sowie dem Filmtitel sind dann auch schon fast die Elemente, die von „Drop“ am meisten im Kopf bleiben. Ein etwas halbgarer Missbrauchsplot wirkt da im Gegenzug zu düster und hätte wahrscheinlich aus dem Film entfernt werden können, ohne wirkliche Auswirkungen zu haben.
Romantik hat an diesem Abend nur wenig Platz (© Universal Pictures, 2025)
Ein wirkliches Problem bekommt „Drop – Tödliches Date“ bei seinen Thriller-Elementen. Wie erwähnt, nimmt es die Geschichte in größeren (weshalb sollten die Gangster Violet für den Mordkomplott benötigen?) und kleineren (wie viel verdient man als Teilzeit-Psychologin, um sich ein derartiges Haus und einen Restaurantbesuch dieses Kalibers leisten zu können?) Punkten mit der Logik nicht allzu genau. Das wäre ja absolut in Ordnung, wenn man diese Zugeständnisse für tempo- und wendungsreiche Genre-Unterhaltung machen muss. Leider bleibt der Film und die Tätersuche abgesehen von ein paar sehr schicken Setpieces ziemlich vorhersehbar, was der Spannung schadet und die Lücken im Plot sehr offensichtlich macht. Daran können auch die beiden charmanten und gut harmonierenden Protagonisten Meghann Fahy und Brandon Sklenar nicht so viel ändern.
Nachdem Christopher Landon zuletzt in seinen Werken immer mindestens als Co-Autor beteiligt war, hat er dieses Mal eine Vorlage von Jillian Jacobs und Chris Roach (die der Welt zuletzt die Skripte für Horror-Flops wie „Truth or Dare“ und „Fantasy Island“ beschert haben) umgesetzt hat. Dieses doch arg löchrige Drehbuch bleibt am Ende der Hauptgrund, dass „Drop – Tödliches Date“ trotz stylischer Inszenierung und durchaus netten Einfällen bestenfalls mittelmäßige Thrillerkost abliefert.
2,5 von 5 Punkten
Quelle: Universal Pictures, YouTube
| Originaltitel: | Drop |
| Regie: | Christopher Landon |
| Darsteller: | Meghann Fahy, Brandon Sklenar, Violett Beane |
| Genre: | Thriller |
| Produktionsland/-jahr: | USA, 2024 |
| Verleih: | Universal Pictures |
| Länge: | 95 Minuten |
| FSK: | ab 16 Jahren |
| Kinostart: | 17.04.2025 |
Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von Universal Pictures
Verfasst von Thomas.
Zuletzt geändert am 07.04.2025
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