Kino

Review: The Beach House – Am Strand hört dich niemand schreien! (Kino)

Das Hauptplakat von “The Beach House” (© Koch Films)

Inhalt: Randall (Noah Le Gros) will eigentlich nur mit Freundin Emily (Liana Liberato, „Haunt – Das Böse erwacht“) ein paar schöne Tage im einsamen Strandhaus seines Vaters verbringen. Doch statt trauter Zweisamkeit werden sie im Haus von Mitch (Jake Weber, „Midway – Für die Freiheit“) und Jane Turner (Maryanne Nagel), Freunden von Randalls Vater, erwartet. Nachdem der erste Ärger über das Missverständnis verrauscht ist, verbringen die beiden Paare einen gemütlichen, mit Rauschmitteln unterstützten Abend zusammen. Am nächsten Morgen stimmen einige Dinge nicht mehr: Das Leitungswasser schmeckt nicht, der ganze Strand ist voller schleimiger Gewächse, die Turners verhalten sich merkwürdig – und wo kommt bitte dieser fiese Geruch her? Der entspannte Ausflug hat für Emily und Randall ein jähes Ende.

 

Kritik: Seit vielen Jahren ist Jeffrey A. Brown als Location Manager für verschiedene Serien und Filme in Hollywood unterwegs. Obwohl er bereits zwei Mal einen Kurzfilm umgesetzt hat, ist „The Beach House – Am Strand hört dich niemand schreien!“ sein erstes eigenes Großprojekt. Wenig überraschend, ist die Hauptlocation des Strandhauses gut gewählt. Der Film nimmt sich die Zeit, seine Figuren langsam einzuführen und sie gemeinsam mit der Atmosphäre aufzubauen. So müssen sich die Zuschauer in den ersten 30 Minuten mit Andeutungen und ein paar unheilvollen Bildern zwischen recht ereignisarmen, aber zielgerichteten Dialogen begnügen. Die Investition dieser Zeit und die geleistete Vorarbeit zahlt sich aus, wenn sich die Ereignisse überschlagen.

Ein unfreiwilliger Survival-Urlaub (© Koch Films)

Mit einer glaubhaft cleveren Protagonistin kämpft sich der Film durch seine fiese, eigene Welt, in der Elemente von Body-, Zombie- und Pandemie-Horror verarbeitet werden. Selbst wenn „The Beach House“ seine wirklichen Schockmomente (wie den wohl fiesesten Regenwurm der jüngeren Filmgeschichte) nur punktuell einsetzt, ist Browns Slowburner in seinen knackigen 88 Minuten ziemlich effektiv. Eine große Stärke dabei ist ein vernünftig geschriebenes „Final Girl“. Ex-Kinderstar Liana Liberato wird als kluge und durchsetzungsstarke Frau etabliert. Dabei hat sie mental und körperlich während des ganzen Films mit nachvollziehbaren Problemen zu kämpfen – so schafft man Identifikationspotenzial. An ihrer Seite bekommt Noah Le Gros zwar weniger zu tun, löst aber all seine Aufgaben anstandslos. Jake Weber und Maryanne Nagel komplettieren als schrulliges Ehepaar den Mini-Cast des Films.

„The Beach House – Am Strand hört dich niemand schreien!“ ist sicherlich kein besonders spektakulärer und innovativer Film. Dennoch ist Jeffrey A. Brown ein durchaus bemerkenswertes Regie-Debüt gelungen, das mit Gespür für Atmosphäre, einem durchdachten Skript und einer smarten Hauptfigur sehr ordentliche Genre-Kost bietet.

3,5 von 5 Punkten

Der Film ist ab dem 18.02.2021 digital und ab dem 22.04.2021 auf DVD und Blu-ray erhältlich.


Quelle: Koch Films, LeinwandreporterTV, YouTube

The Beach House

Originaltitel:The Beach House
Regie:Jeffrey A. Brown
Sprecher: Liana Liberato, Noah Le Gros, Jake Weber
Genre:Horror
Produktionsland/-jahr:USA, 2019
Verleih:Koch Films
Länge:88 Minuten
FSK:ab 16 Jahren
Kinostart:22.10.2020

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite des Films

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 25.04.2021
Review: The Beach House – Am Strand hört dich niemand schreien! (Kino)

Thomas

"Alle bleiben cool! DU - bleib cool!" (Seth Gecko,"From dusk till dawn")

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