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Review: The Night Watchmen

Das Blu-ray-Cover von “The Night Watchmen” (© Splendid Film)

Inhalt: Eigentlich möchte Rajeeve (Max Gray Wilbur) nur einen lauen Job haben, weswegen er als Nachtwächter und Kollege von Ken (Ken Arnold), Luca (Dan DeLuca) und Jiggets (Kevin Jiggetts) angefangen hat. Nachdem er ein paar nervige Initiationsriten überstanden hat, freut er sich auf ein paar entspannte Runden Karten mit den ähnlich motivierten Kollegen. Doch mit der Ruhe ist es vorbei, als ein toter Clown im Keller aus seinem Sarg emporsteigt und beginnt, die Leute im Bürogebäude zu verspeisen und in Vampire zu verwandeln. Gemeinsam mit der hübschen Karen (Kara Luiz), in die Ken seit langem verschossen ist, will das Quartett nur das Gebäude verlassen. Doch inzwischen wird die ganze Stadt von monströsen Gestalten heimgesucht. Nun heißt es kreativ sein, bewaffnen und irgendwie die Nacht überstehen. Wenn die Nachtwächter eines aus Filmen gelernt haben: Sonnenlicht tötet Vampire. So beginnt eine erstaunlich aufregende Schicht.

 

Kritik: Seine vielleicht bekannteste Phase hatte Mitchell Altieri als eine Hälfte des Regie-Duos „The Butcher Brothers“, die gemeinsam einige semi-erfolgreiche Horrorfilme wie „April, April – Tote scherzen nicht“ inszenierten. Seitdem er alleine unterwegs ist, kann ihm auf jeden Fall nicht abgesprochen werden, fleißig zu sein. Seit 2013 ist „The Night Watchmen“ bereits der vierte Film, der von ihm inszeniert wird. Tatsächlich entpuppt sich das Werk als nette B-Movie-Variante von „Shaun of the Dead“, die mit einer ordentlichen Gag-Trefferquote in den schlanken 80 Minuten Spielzeit punktet. Schon zu Beginn, wenn die drei alteingesessenen Nachtwächter den neuen Kollegen nach allen Regeln der Kunst an der Nase herumführen, oder danach, wenn sie gemeinsam schräge Ereignisse im Gebäude beobachten, ist der Film deutlich witziger, als es auf den ersten Blick zu erwarten gewesen wäre. Auch wenn es sicherlich schon deutlich blutrünstigere Werke gegeben hat, ist der Fun Splatter-Faktor durchaus hoch.

Auf in den Kampf! (© Splendid Film)

Die Highlights sind sicherlich die schrägen Momente im Film. Wenn beispielsweise die Nachtwächter einen bemitleidenswerten Kollegen nötigen, zum Nachweis seiner Menschlichkeit zu tanzen, oder einer der Protagonisten aufgrund seiner Kinoerfahrungen an der Spezies der Monster zweifelt („Wenn das ein Vampir wäre, müsste er glänzen und extrem hübsch sein.“), ist der Film am besten. Das sorgt im Gegenzug aber auch dafür, dass der Film in der Kampf-intensiven zweiten Hälfte stellenweise ein wenig monoton wirkt. Bei all den guten Witzen muss leider auch angemerkt werden, dass ein Furz-Running Gag den Schnitt ein wenig versaut. Darstellerisch ist der Film durchaus solide. So punkten die Hauptdarsteller, die allenfalls absoluten Experten bekannt sein dürften, mit sichtbarer Spielfreude. Der wohl deutlich bekannteste Schauspieler im Feld dürften James Remar sein, der auch als Co-Produzent an dem Film beteiligt war. In einer kleinen, aber wunderbar schrulligen Rolle als Chef und professionellem Schwerenöter überrascht der „Dexter“-Star mit reichlich Humor.

Obwohl hier sicherlich nicht jeder Schuss ein Treffer ist (im wörtlichen und übertragenen Sinn) entpuppt sich „The Night Watchmen“ als blutig-amüsanter Partyfilm, der aus seiner simplen Prämisse einen zumindest ordentlichen Ertrag herausholt.

3 von 5 Punkten

Der Film gehörte zum Programm der Fantasy Filmfest White Nights und wird am 24.02.2017 bei Splendid Film auf DVD und Blu-ray erscheinen.


Quelle: UHM – Upcoming Horror Movies, YouTube

The Night Watchmen

Originaltitel:The Night Watchmen
Regie:Mitchell Altieri
Darsteller: Ken Arnold, Dan DeLuca, Kevin Jiggetts
Genre:Horror, Komödie
Produktionsland/-jahr:USA, 2016
Verleih:Splendid Film
Länge:80 Minuten
FSK:ab 18 Jahren

 

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 24.02.2017
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Thomas

"Alle bleiben cool! DU - bleib cool!" (Seth Gecko,"From dusk till dawn")

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