So stellt man sich Ferien im Urlaubsparadies vor (© Paramount Pictures, 2026)
Das Plakat von “Primate” (© Paramount Pictures, 2026)
Inhalt: Nachdem das erste Jahr am College geschafft ist, zieht es Lucy (Johnny Sequoyah, „Dexter New Blood“) mit ein paar Freunden nach Hawaii, wo sie ihren Vater, den erfolgreichen Primatenforscher Adam (Troy Kotsur, „CODA“), in seiner abgelegenen Villa besucht. Zunächst läuft alles nach Plan. Die Wiedervereinigung mit Vater, Schwester Erin (Gia Hunter) und dem Schimpansen Ben (Miguel Torres Umba), der die Familie seit Jahren als Haustier begleitet, könnte kaum herzlicher sein und die Studenten sind bereit für eine ausgelassene Party. Was da noch keiner ahnt: Ben, der von einem anderen Tier gebissen wurde, hat sich mit Tollwut angesteckt. Plötzlich attackiert der gutmütige Schimpanse alles, was ihm in den Weg kommt. Ein Sprung in den Pool soll die Rettung sein. Doch das ist erst der Startschuss für nackten Überlebenskampf.
Kritik: Mit dem Hai-Horror „47 Meters Down“ gelang Regisseur Johannes Roberts einst der Durchbruch. Nach einigen eher mäßigen Filmen (einschließlich des halbgaren Sequels „47 Meters Down Uncaged“) wagte er sich jetzt an eine andere Art des Monster-Grusels. Hier darf sich ein putziger Hausschimpanse im „Unser Charly“-Stil – wobei in „Primate“ natürlich kein echtes Tier benutzt wurde – von seiner ganz monströsen Seite zeigen. Es ist durchaus beeindruckend, wie gut das Konzept aufgeht. Die einsame Villa in wunderschönem Natursetting ist ein toller Handlungsort für die Geschichte. Mit welcher Konsequenz das eigentlich einfache Handlungsgerüst durch seine knackigen 89 Minuten geführt wird, ist ein reines Vergnügen. Die Entscheidung, den wild gewordenen Affen nicht zu animieren, sondern von Schauspieler Miguel Torres Umba verkörpern zu lassen, gibt dem Geschehen eine ganz andere Physis und Bedrohlichkeit.
So stellt man sich Ferien im Urlaubsparadies vor (© Paramount Pictures, 2026)
Dazu darf man sich sicher sein, dass die Macher die ganze Zeit wussten, welche Art von Film „Primate“ ist. Wenn mit einem Augenzwinkern nicht allzu helle Charaktere eingeführt oder auf Kleinigkeiten rund um die Handlung hingewiesen wird, darf man sich sicher sein, dass der oft rabiate Payoff nicht weit ist. Auch wenn Spaß- und Splatterfaktor hoch sind, gelingt es Johannes Roberts und seinem Team, das Geschehen die ganze Zeit spannend bis beängstigend zu halten. So gönnt sich „Primate“ in seinem blutig-kurzweiligen Treiben praktisch keine Verschnaufpause.
Schauspielerisch ist das Gezeigte zielführend. Rund um Johnny Sequoyah gibt es einen sympathischen Cast, dem man die doch sehr finsteren Schicksale (bis auf gewollte Ausnahmen) nicht gönnt – was beim heutigen Genre-Kino keine Selbstverständlichkeit ist. Die Gehörlosigkeit von Troy Kotsur und seinem Charakter Adam wird darüber hinaus sehr cool in die Handlung eingebunden.
Bei den Massen an Tier-Horror, die jährlich über den Ladentisch gehen, ist die Verschleißquote ziemlich hoch. „Primate“ ist da eine sehr rühmliche Ausnahme. Macher Johannes Roberts findet genau die richtige Balance zwischen Albernheiten und Hochspannung, weshalb der Film schon jetzt zu den Genre-Geheimtipps des Jahres zählt.
4 von 5 Punkten
Quelle: Paramount Pictures, YouTube
| Originaltitel: | Primate |
| Regie: | Johannes Roberts |
| Darsteller: | Johnny Sequoyah, Jessica Alexander, Victoria Wyant |
| Genre: | Horror |
| Produktionsland/-jahr: | USA, 2025 |
| Verleih: | Paramount Pictures |
| Länge: | 89 Minuten |
| FSK: | ab 16 Jahren |
| Kinostart: | 29.01.2026 |
Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von Paramount Pictures
Verfasst von Thomas.
Zuletzt geändert am 27.01.2026
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