Ein neues Plakat von den “Minions” (©: Universal Pictures)

Inhalt: Seit Anbeginn der Zeit leben die Minions nur zu einem Ziel: Dem größten und fiesesten Bösewicht des Universums zu dienen. Leider sind sie nicht besonders gut in ihrem Job, was schon vielen ihrer Meister das Leben gekostet hat. Als sich kein neuer Boss finden lässt, suchen die Minions in der Eiswüste Unterschlupf. Dort sind sie zwar sicher, fühlen sich aber ohne Aufgabe nicht wohl und werden depressiv. Es dauert bis in die 1960er-Jahre, ehe der Minion Kevin mit einem Lösungsvorschlag kommt: Er möchte in die große Welt hinausziehen, um einen neuen Boss zu suchen. Gemeinsam mit seinen Kumpels Stuart und Bob zieht es ihn bis nach Orlando, wo sich auf der Villain Con die größten Fieslinge der Welt treffen. Das Trio ist total begeistert, als sie Scarlet Overkill, der neue Shootingstar der Ganoven-Szene, kennenlernen und diese sogar Interesse an den kleinen Wesen findet. Sie nimmt die drei Minions mit nach England, wo sie sich beweisen sollen. Noch ahnen Kevin und seine Kumpanen nicht, in was für einen teuflischen Plan sie geraten sind.

 

Kritik: Als 2010 „Ich, einfach unverbesserlich“ herauskam, waren die fleißigen, brabbelnden Minions die Gehilfen von Super-Fiesling Gru. Schnell entwickelten sich die Wesen zu absoluten Publikumsmagneten. 2013 folgte dann eine ähnlich starke Fortsetzung, die die Minions noch populärer machten. So sorgte dieses eigene Spin Off der Reihe für Jubelstürme bei den Fans und dürfte der meist erwartete Animationsfilm des Jahres sein. Nach einer langen Marketing-Kampagne wurden Erwartungen aufgebaut, die „Minions“ kaum noch gerecht werden konnte. Dennoch liefern die Regisseure Kyle Balda und Pierre Coffin (im Original auch die Stimme der Minions) vor allem in den ersten 30 Minuten großartige Unterhaltung. Der Weg der Protagonisten durch die Evolution mitsamt der ganzen Fehlschläge ist urkomisch und sollte die großen und kleinen Fans begeistern.

Alles Banana (© Universal Pictures)

Die darauffolgende Reise von Kevin, Stuart und Bob zur Villain Con, bei der sie eine nicht ganz so spießige Spießer-Familie kennenlernen, ist originell, augenzwinkernd und böse. Auch die neue Meisterin der Minions, Scarlet Overkill, macht zunächst sehr viel Spaß. Es wird aber offensichtlich, dass Gru als führendes Element der Geschichte ziemlich wichtig war, um ein Gegengewicht zu den aufgedrehten Minions zu bieten. Overkill und ihr Mann Herbert sind zwar diabolisch, schaffen es aber nicht ganz, an ihren Vorgänger (bzw. Nachfolger) anzuknüpfen. So geht insgesamt im zweiten Teil der Geschichte ein wenig das Tempo verloren, wobei die Gagdichte immer noch mehr als zufriedenstellend ist. Zu den tollpatschigen Protagonisten gibt es noch einige popkulturelle britische Referenzen zur Queen, den Beatles und vielem mehr, die natürlich eher für das erwachsene Publikum gedacht sind.

Am Ende bieten die „Minions“ sicherlich den Spaß für die ganze Familie, der zu erhoffen war. Es reicht zwar nicht aus, um an die herausragenden „Ich, einfach unverbesserlich“-Filme heranzukommen. Eine Enttäuschung ist dieser lang erwartete Ableger der Reihe aber bei weitem nicht.

3,5 von 5 Punkten

 

Der Film ist ab dem 02.10.2025 im Programm von Amazon Prime Video zu sehen.


Quelle: Universal Pictures, Leinwandreporter TV, YouTube

Minions

Originaltitel:Minions
Regie:Kyle Balda, Pierre Coffin
Sprecher:Pierre Coffin, Sandra Bullock, Jon Hamm
Genre:Animation
Produktionsland/-jahr:USA, 2015
Kinostart:02.07.2015
Verleih:Universal Pictures
Länge:91 Minuten
FSK:ab 0 Jahren

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 03.10.2025
Review: Minions (Kino)

Thomas

"Alle bleiben cool! DU - bleib cool!" (Seth Gecko,"From dusk till dawn")

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