Das DVD-Cover von "Trick 'r Treat" (© Warner Bros)
Das DVD-Cover von “Trick ‘r Treat” (© Warner Bros)
Der Low-Budget-Episodenfilm von Michael Dougherty aus dem Jahr 2007 beinhaltet fünf ineinander verwobene Halloween-Gruselgeschichten, die sich mit den Traditionen des 31. Oktober auseinandersetzen:
Große Probleme für eine innovative Umsetzung
Nachdem der Film bereits abgedreht war, wurde der Kinostart von dem ursprünglichen Verleih Warner abgesagt. So dauerte es zwei Jahre, ehe sich Warner entschloss den Film auf DVD heraus zu bringen. Weshalb Warner Bros. solche Zweifel an der Qualität von „Trick ‘r Treat“ hatte, erschließt sich mir nach dem Ansehen dieses Films überhaupt nicht. Regiedebütant und Drehbuchautor Michael Dougherty ist hier ein zwar sehr unkonventioneller, aber durchgehend spannender und schlüssiger Horrorfilm gelungen, der alte Traditionen geschickt mit modernen Gruselelementen verknüpft. Der Episodenfilm wirkt an vielen Stellen wie eine (sehr gelungene) Neuauflage von „Geschichten aus der Gruft“. Die Figur des kleinen Sam (=Samhain), die in allen Geschichten auftritt, schafft es einen roten Faden durch den Film zu ziehen und dabei die Handlungsstränge zusammen laufen zu lassen. Zusätzlich sorgt er durch seine bloße Anwesenheit für eine Gänsehaut. Dass „Trick ‘r Treat“ auf einer Comicreihe basiert, erklärt die etwas überzeichneten, aber trotzdem sehr gelungenen Charaktere (vergleiche z.B. „Sin City“).
So süß, so unschuldig (© Warner Bros)
Auch die Besetzung dieses kleinen Low-Budget-Films ist aller Ehren wert und kann durchgehend überzeugen. Der britische Routinier Brian Cox glänzt als unsympatischer, ungepflegter, ewig fluchender Alkoholiker, dem man seine Abreibung gönnt. Dylan Baker verkörpert den Direktor mit den morbiden Hobbys herrlich doppelbödig. Oscar-Preisträgerin Anna Paquin schafft es natürlich auch, ihre niedlich-naive Figur, die von den Charakterzügen häufig an ihren “True Blood”-Part Sookie erinnert, überzeugend darzustellen.
Michael Dougherty gelingt es, einen altmodischen, aber keineswegs altbackenen Horrorfilm zu inszenieren, der es ohne Wackelkamera und große Ekeleffekte schafft, durchgängig richtig schön zu gruseln. „Trick ‘r treat“ ist ein hochinteressanter, clever umgesetzter und ungewöhnlicher Horrorfilm, von dem man sich doch noch etwas mehr als die spartanischen 79 Minuten Spielzeit gewünscht hätte.
4,5 von 5 Punkten
Quelle: Warner VOD, YouTube
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Ich kann die codefreie US-Blu-ray empfehlen. Und wer darüber hinaus Interesse am Film hat, dem sei das außergewöhnlich gute und beeindruckende Art-Book ("Art of the Movie") zu "Trickt ´r´Treat" wärmstens empfohlen. Es gibt viele Art Books zu Filmen, die mehr oder weniger gut auf die kreative Gestaltung der Filme eingehen, aber es gibt wenige Art Books, die so aufwändig und liebevoll produzziert sin, mit vielen "handfesten" Dingen wie Poster, Aufkleber etc., die das großformatige Buch enthält. Absolut emfpehlenswert!
Vielen Dank für den Tipp! Der FIlm macht in jedem Fall immer wieder Laune.