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Film Festival Cologne: Little Men

Das Plakat von “Little Men”(© Magnolia Pictures)

Inhalt: Der 13 Jahre alte Jake (Theo Taplitz) ist ein talentierter Künstler, aber ansonsten eher ein stiller Außenseiter. Nach dem Tod seines Großvaters zieht er gemeinsam mit seinen Eltern, dem erfolglosen Schauspieler Brian (Greg Kinnear, „THIN ICE“) und der Psychologin Kathy (Jennifer Ehle, „SPOOKS – VERRÄTER IN DEN EIGENEN REIHEN“), in eine Wohnung des geerbten Hauses. Dort treffen sie auf Leonor (Paulina Garcia), die im Erdgeschoss des Hauses seit Jahren ein Modegeschäft hat, und ihren Sohn Tony (Michael Barbieri), der mit Jake augenblicklich Freundschaft schließt. Während Jake und Tony jeden Tag miteinander rumhängen, geraten die Eltern in Streit. Brians verstorbener Vater hatte Leonor den Laden immer weit unter dem üblichen Marktpreis vermietet. Da Jake Eltern finanzielle Probleme haben, können sie diese niedrige Miete nicht weiterlaufen lassen. Im Gegenzug ist der Laden von Leonor nicht rentabel genug, um höhere Fixkosten zu tragen. Auf dem Rücken ihrer Kinder entsteht ein Nachbarschaftskrieg.

 

Kritik: In den Filmen des amerikanischen Regisseurs Ira Sachs geht es eigentlich seit jeher um die Tücken der Liebe. Zuletzt erntete er für das Beziehungsdrama „Liebe geht seltsame Wege“ mit John Lithgow und Alfred Molina großes Lob. In der Coming of Age-Geschichte „Little Men“ dreht sich nun alles um die Freundschaft zwischen zwei Heranwachsenden. Fast beiläufig beschäftigt er sich noch mit der Problematik der gestiegenen Lebenshaltungskosten und deren Auswirkungen auf die untere Mittelschicht. Nach einem etwas verhaltenen Start entwickelt Sachs eine schöne Atmosphäre, die wohl jeder Zuschauer gerne verfolgen dürfte. Die beiden jungen Hauptdarsteller Theo Taplitz und Michael Barbieri sind echte Entdeckungen und punkten mit natürlichem Charme.

Jake und Tony werden schnell die dicksten Kumpel (© Magnolia Pictures)

Dabei bleibt natürlich ein Rededuell zwischen Tony und dem Lehrer seiner Schauspielklasse, was wohl perfektes Trailer-Material darstellt, besonders im Gedächtnis. Auch ansonsten sind die Szenen der jungen Protagonisten das deutlich beste Element des Films. Im Gegenzug fallen die Streitigkeiten der Erwachsenen etwas flach aus. Das liegt vor allem daran, dass die alteingesessene Ladenbesitzerin Lenore nicht gerade positiv erscheint. Zwischen gehässig und selbstgerecht lässt sie sich auf kein vernünftiges Gespräch ein, weswegen wohl niemand in diesem Handlungsteil unvoreingenommen bleiben kann. Darstellerisch bleiben Greg Kinnear, Jennifer Ehle und Paulina Garcia aber stets auf ordentlichem Level und lassen dabei ihren jungen Kollegen genug Raum zur Entfaltung. So bleibt „Little Men“ ein kleiner, feiner Film, der nicht immer alles gut macht, das Herz aber sicherlich an der richtigen Stelle trägt.

3,5 von 5 Punkten


Quelle: Movieclips Film Festivals & Indie Films, YouTube

Little Men

Originaltitel:Little Men
Regie:Ira Sachs
Darsteller:Theo Taplitz, Michael Barbieri, Greg Kinnear, Jennifer Ehle, Alfred Molina
Genre:Drama
Produktionsland/-jahr:USA, 2016
Verleih:Salzgeber & Company Medien
Länge:85 Minuten
FSK:---

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 14.10.2016
Film Festival Cologne: Little Men

Thomas

"Alle bleiben cool! DU - bleib cool!" (Seth Gecko,"From dusk till dawn")

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