Categories: Kino

Fantasy Filmfest Nights: Spring (Kino)

Das Blu-ray-Cover von “Spring” (© Koch Media)

Inhalt: Aktuell läuft es nicht rund für Evan (Lou Taylor Pucci, “Evil Dead“): Gerade erst ist seine Mutter an Krebs gestorben, da wird er aus seinem Job in einer Bar gefeuert. Kurz entschlossen nimmt er den nächsten Flug nach Italien, um dort auf andere Gedanken zu kommen. Er reist mit dem Rucksack durchs Land und nimmt kleine Jobs an, bis er die betörend schöne, gebildete Louise (Nadia Hilker) trifft. Zwischen dem ruhigen Evan und der temperamentvollen Italienerin entwickelt sich eine leidenschaftliche Romanze. Doch Louise hat ein finsteres Geheimnis, welches sie zu einer Gefahr für all ihre Mitmenschen macht.

 

Kritik: Das Regie-Duo Justin Benson und Aaron Moorehead dürfte allenfalls Experten ein Begriff sein (beispielsweise für einen Part in „V/H/S Viral“). Mit „Spring“ gelingt den beiden eine ungewöhnliche Mischung von Tragikomödie, Liebesgeschichte und waschechtem Horror. Doch nicht nur die Kombination sollte bei diesem Film für Aufsehen sorgen. Nach einer beklemmenden Eröffnungsszene am Sterbebett der Mutter des Protagonisten zeigen die beiden Macher eine schön bebilderte, ironische bis melancholische Tragikomödie, bei der sich irgendwann die Wege von Evan und Louise kreuzen. Zwischen Lou Taylor Pucci, der nicht viele Worte braucht um einiges auszudrücken und der faszinierenden Münchnerin Nadia Hilker knistert es wirklich und der Zuschauer sieht den beiden einfach gerne bei der Entwicklung ihrer Beziehung zu. Gerade Hilker, die in Deutschland noch recht unbekannt ist, hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Nach dem drastischsten Richtungswechsel seit „From Dusk Till Dawn“ überschlagen sich ein wenig die Ereignisse.

Louise und Evan kommen sich schnell näher (Quelle: XYZ Film)

In der zweiten Hälfte ist „Spring“ deutlich finsterer, aber nicht weniger interessant zu verfolgen. Die tollen Kulissen vermitteln genau die richtige Mischung von Romantik und Grusel, die den Film so ungewöhnlich macht. Auch wenn der tragikomische Liebes-Horror am Ende vielleicht zehn Minuten zu lang ist, bewegen sich die Regisseure nah am großen Wurf. Der Film punktet mit neuen Einfällen, tollen Schauwerten und zwei mehr als überzeugenden Darstellern. Wer sich außerhalb normaler Sehgewohnheiten bewegen und dabei gut unterhalten werden möchte, ist bei „Spring“ jedenfalls an der richtigen Stelle.

4 von 5 Punkten


Quelle: Koch Media, Leinwandreporter TV, YouTube

Spring - Love Is A Monster

Originaltitel:Spring
Regie:Justin Benson, Aaron Moorhead
Darsteller:Lou Taylor Pucci, Nadia Hilker, Francesco Carnelutti
Genre:Horror, Tragikomödie
Produktionsland/-jahr:USA, Italien, 2014
Verleih:Koch Media
Länge:109 Minuten
FSK:ab 16 Jahren

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 17.03.2015
Fantasy Filmfest Nights: Spring (Kino)

Thomas

"Alle bleiben cool! DU - bleib cool!" (Seth Gecko,"From dusk till dawn")

Recent Posts

Review: Jimmy and Stiggs

Inhalt: Der Filmemacher Jimmy (Joe Begos) klagt seinem Kumpel Stiggs (Matt Mercer) sein Leid: Er…

4 Tagen ago

Review: Silver Star – Alles oder nichts (Blu-ray)

Inhalt: Gerade erst ist die mit Aggressionsproblemen kämpfende Billie (Troy Leigh-Anne Johnson) aus dem Gefängnis…

5 Tagen ago

Review: Spa Weekend (Kino)

Inhalt: Seit ihrer Kindheit sind Jane (Leslie Mann, „Jungfrau (40), männlich, sucht…“), Mel (Isla Fisher,…

1 Woche ago

Review: Justice League

Inhalt: Nachdem das Monster Doomsday gerade so besiegt werden konnte und Superman (Henry Cavill, „Codename…

2 Wochen ago

Review: Passenger (Blu-ray)

Inhalt: Tyler (Jacob Scipio) und Maddie (Lou Llobell) wollen einen gemeinsamen Neustart wagen und in…

2 Wochen ago

Review: John Wick (Blu-ray)

Inhalt: Nach langem Krebsleiden ist die Frau von John Wick (Keanu Reeves) vor wenigen Tagen…

3 Wochen ago