Mark ist bereit für den Fight (© LEONINE, 2026)
Das Blu-ray-Cover von “The Smashing Machine” (© LEONINE, 2026)
Inhalt: Nachdem ihm als Ringer der große Durchbruch verwehrt geblieben ist, sucht der Endzwanziger Mark Kerr (Dwayne Johnson, „Skyscraper“) im Jahr 1997 nach einer neuen Karrieremöglichkeit. In der aufstrebenden UFC findet er seine Berufung als Mixed-Martial-Arts-Kämpfer. In Windeseile setzt er zahlreiche Gegner außer Gefecht. Doch die intensiven Kämpfe fordern schnell Tribut, weshalb er die auftretenden körperlichen Probleme mit extremen Schmerzmitteln bekämpft. Nicht nur wegen der um sich greifenden Sucht rutscht auch seine Beziehung zu seiner Freundin Dawn (Emily Blunt, „A Quiet Place“) in eine Krise. Kerr hofft, mit einem Erfolg in einem großen Turnier in Japan alles zum Guten zu wenden.
Kritik: Mit eigenwilligen, aber immer auf starken Charakteren fußenden Filmen wie „Good Time“ haben sich die Safdie Brothers auch über die Indie-Szene hinaus einen Namen gemacht. Nun hat sich Benny Safdie erstmals an ein Solo-Projekt gewagt, bei dem er neben der Regie auch noch Drehbuch und Schnitt übernommen hat. Dieses Wagnis hat sich am Ende nur punktuell ausgezahlt. Es ist löblich, dass „The Smashing Machine“ als Biopic der echten MMA-Ikone Mark Kerr auf viele Arten mit dem Subgenre brechen will. Der Fokus auf eine Handlungszeit von wenigen Jahren und der Verzicht auf große Heldengeschichten im sportlichen Wettkampf tun dem Geschehen gut. Obwohl der Film im Heimkino-Look fast schon dokumentarisch wirkt und hier und da wirklich schöne Bilder zu bieten hat, bleibt das Gezeigte seltsam distanziert.
Die Beziehung von Dawn und Mark verläuft selten so harmonisch (© LEONINE, 2026)
Dem holprigen Drehbuch gelingt es zu selten, wichtige Themen wie Kerrs Beziehungen zu seiner Freundin Dawn und seinem besten Kumpel und Konkurrenten Mark Coleman (Ryan Bader) sowie seine Verbissenheit und den Kampf mit den Suchtproblemen wirklich greifbar zu machen. Das ist wirklich schade, da das vielleicht interessanteste Element des Films recht gut funktioniert: Dwayne Johnson schafft hier den Wechsel vom Filmstar zum wirklichen Schauspieler und präsentiert einen Charakter mit Träumen und Fehlern, ohne dabei wie „The Rock“ zu wirken. An seiner Seite agiert Emily Blunt gewohnt stark, die ihm als vernachlässigte Freundin das Leben schwer macht.
Ein hübscher Look, überzeugende Darsteller und ein Plan, wie man von den üblichen Konventionen des Subgenres abweichen kann, reichen nicht aus, um eine stringente Geschichte zu erzählen und den Funken überspringen zu lassen. Schlussendlich ist „The Smashing Machine“ auf diese Art trotz zweifelsohne vorhandener Qualitäten ein ziemlich frustrierendes Filmerlebnis.
Mark ist bereit für den Fight (© LEONINE, 2026)
Der Film ist ab dem 16.01.2026 auf DVD, Blu-ray, 4K UHD, limitiertes Steelbook sowie digital erhältlich.
3 von 5 Punkten
Bild: Im Rahmen des VHS-artigen Looks sieht „The Smashing Machine“ gut aus. Die zumeist in warmen und erdigen Tönen gehaltene Farbpalette und die oft recht deutliche Körnung geben dem Film einen 90er-Flair. Kombiniert mit den Handkamerasequenzen lässt das zumindest optisch gut in die Epoche eintauchen. Schärfe und Detaildarstellung sind im Rahmen des Stils ordentlich. Erkennbare Bildfehler gibt es nicht.
4 von 5 Punkten
Ton: Der deutsche und der englische Dolby Atmos- (oder alternativ Dolby-TrueHD-)Ton erfüllen die Erwartungen. In den Kampfsequenzen gibt es eine sehr ordentliche Dynamik mit Räumlichkeit und präzisen Bässen. In den zahlreichen Gesprächsabschnitten ist die Blu-ray diesbezüglich natürlich zurückhaltender. Dafür ist die Dialogwiedergabe in beiden Sprachfassungen durchweg prima.
4 von 5 Punkten
Extras: Zwei entfernte Szenen (7 Minuten) bleiben neben ein paar Trailern der einzige Bonus auf der Blu-ray.
1,5 von 5 Punkten
Gesamt: 3 von 5 Punkten
Quelle: Leonine Studios, YouTube
| Originaltitel: | The Smashing Machine |
| Regie: | Benny Safdie |
| Darsteller: | Dwayne Johnson, Emily Blunt, Ryan Bader |
| Genre: | Drama, Biographie, Sportfilm |
| Produktionsland/-jahr: | USA, 2025 |
| Verleih: | Leonine Studios |
| Länge: | 124 Minuten |
| FSK: | ab 12 Jahren |
Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von Leonine Studios
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