Review: Sting (Kino)

Das Hauptplakat von "Sting" (© StudioCanal)

Das Hauptplakat von “Sting” (© StudioCanal)

Inhalt: Die 12 Jahre alte Charlotte (Alyla Browne) lebt mit ihrer Mutter (Penelope Mitchell, „Zipper – Geld. Macht. Sex. Verrat.“), ihrem Stiefvater Ethan (Ryan Corr, „High Ground – Der Kopfgeldjäger“) und ihrem vor kurzem geborenen Halbbruder in einer New Yorker Sozialbude. Da durch den frischen Nachwuchs die Zeit knapper geworden ist, in der Charlotte und Ethan an einem gemeinsamen Comic zeichnen können, vertreibt sich das Mädchen mit Streifzügen durch die Lüftungsschächte des Gebäudes ihre Zeit. Dabei findet sie auch eine auffällige Spinne, die sie bei sich aufnimmt und auf den Namen „Sting“ tauft. Was sie nicht ahnt: Sting ist ein außerirdisches Wesen, das dank der regelmäßigen Futterzufuhr extrem schnell wächst. Schon bald ist Sting derart groß, dass die Bewohner des Hauses auf dem Speiseplan landen.

 

Kritik: Im Jahr 2014 landete der australische Regisseur Kiah Roache-Turner mit seinem Werk „Wyrmwood – Road of the Dead“ ein unter Genre-Fans gelobtes Langfilm-Debüt. Dem monströsen Grusel blieb er seitdem treu. 2022 wurde dann der in New York beheimatete „Sting“ gedreht. Örtlich beschränkt sich der Horror auf Wohnungen, Gänge und Außenbereich eines Gebäudes, das vom Albtraum eines jeden Arachnophoben terrorisiert wird. In stimmigen Bildern und untermalt von schrulligen Charakteren lässt Roache-Turner ein Creature Feature der alten Schule von der Leine. Nach einer herausragenden Einleitungssequenz nimmt sich der Film erst einmal die Zeit, die Protagonistin und ihre sonderbaren Weggefährten einzuführen, während der Titelheld im wörtlichen Sinn erst einmal wachsen muss.

 

Es wird eklig (© SP Sting Productions)

Es wird eklig (© SP Sting Productions)

Die Mischung von Humor und Grusel, der im späteren Verlauf ein paar blutige Abzweigungen nimmt, geht ziemlich gut auf. Einzig die generisch-melodramatische Familien-Story im Zentrum der Geschichte will nicht so ganz funktionieren. Dennoch bleibt „Sting“ über seine handlichen 92 Minuten Laufzeit kurzweilig. Dabei trägt die junge Alyla Browne als rebellische Präpubertäre den Film. An ihrer Seite kommt in erster Linie Ryan Corr als verkannt kreativer Stiefvater zum Zug. Noni Hazlehurst und Robyn Nevin als ausgesprochen schräge und in die Tage gekommene Schwestern sorgen für den größten Unterhaltungswert.

In seiner Schlussphase nutzt der Film die gut entwickelte Heldin für einen knackigen Zweikampf, der von der sicherlich kuriosesten Waffe des bisherigen Kinojahres dominiert wird. Selbst wenn „Sting“ an ein paar Stellen noch ausbaufähig gewesen wäre, liefert Kiah Roache-Turner eine gelungene Mischung aus Spannung, Blut und Witz, die nicht nur eingefleischten Horror-Fans Spaß bereiten sollte.

3,5 von 5 Punkten


Quelle: StudioCanal, YouTube

Sting

Originaltitel:Sting
Regie:Kiah Roache-Turner
Darsteller:Alyla Browne, Penelope Mitchell, Ryan Corr, Jermaine Fowler
Genre:Horror
Produktionsland/-jahr:Australien, 2022
Verleih:StudioCanal
Länge: 92 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
Kinostart: 20.06.2024

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von StudioCanal

Verfasst von Thomas.
Zuletzt geändert am 16.06.2024
Review: Sting (Kino)

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