Review: Jurassic World 3 – Ein neues Zeitalter (Kino)

Das Plakat von "Jurassic World - Ein neues Zeitalter" (© 2022 Universal Pictures)

Das Plakat von “Jurassic World – Ein neues Zeitalter” (© 2022 Universal Pictures)

Inhalt: Es sind vier Jahre vergangen, seitdem einige Dinosaurier auf die Welt losgelassen wurden und nun unter den Menschen leben. Immer noch versucht man, irgendwie mit den gigantischen Wesen klarzukommen. Vorreiter dabei ist das Technik- und Forschungsunternehmen von CEO Lewis Dodgson (Campbell Scott), das anhand der Dinosaurier spektakuläre Entdeckungen gemacht hat. Leider sorgte ein missglücktes Experiment jetzt dafür, dass die globale Nahrungsversorgung in Gefahr ist, was verheimlicht werden muss. Ellie Sattler (Laura Dern, „Der große Trip – Wild“) und Alan Grant (Sam Neill, „The Hunter“) möchten mit Hilfe des dort angestellten Ian Malcolm (Jeff Goldblum, „Transylvania 6-5000“) die Machenschaften aufdecken und eine größere Katastrophe abwenden. Owen (Chris Pratt, „Parks and Recreation“) und Claire (Bryce Dallas Howard, „Rocketman“), die sich seit den damaligen Ereignissen um Klon-Mädchen Maisie (Isabella Sermon) kümmern, werden aus ganz anderen Gründen gezwungen, dem Technik-Unternehmen die Stirn zu bieten. Es kommt zum großen Showdown.

 

Kritik: Mit „Jurassic World 3 – Ein neues Zeitalter“ findet die zweite Dinosaurier-Trilogie seit der Veröffentlichung von „Jurassic Park“ vor fast 30 Jahren ihren Abschluss. Wie bei den ersten beiden „World“-Teilen hat wieder Colin Trevorrow die Regie übernommen. Er führt hier die Protagonisten von alten und neuen Filmen zusammen – ein Requel, wie Fans von „Scream 5“ schnell erkennen werden. Trotz erhöhter Starpower schwingt sich dieser sechste „Jurassic“-Film nicht mehr zu ungeahnten Höhen auf. Viel mehr nutzt Trevorrow ein extrem simples Storygerüst (Kampf gegen das große, böse Technikunternehmen), um möglichst viele Actionszenen zu präsentieren und das Aufeinandertreffen der Figuren zu rechtfertigen. Dabei hätte man wohl auch ganze Sequenzen aus „Dominion“ (so der Originaltitel) entfernen können, ohne den Ausgang des Films zu verändern.

Die Truppe ist vereint (© 2022 Universal Pictures)

Die Truppe ist vereint (© 2022 Universal Pictures)

Trotz der Dramaturgie, die mehr an ein Videospiel als an einen Kinofilm erinnert, sind die 147 Minuten „Jurassic World 3 – Ein neues Zeitalter“ schon aufgrund der reinen Rasanz unterhaltsam. Fehlende Figurenentwicklungen und Melodramatik, die teils weit südlich der Kitschgrenze landet, sind weitere eher unschöne Randerscheinungen. Nicht nur für Nostalgiker dürften die Storylines um Sam Neill, Laura Dern und Jeff Goldblum am meisten Freude bereiten. Die drei Routiniers haben sichtlich Spaß an ihren Comebacks, wobei vor allem Jeff Goldblum in seiner vielleicht bekanntesten Rolle vor Charme sprüht. Chris Pratt, Bryce Dallas Howard und Isabella Sermon führen das fort, was sie im (chaotischeren) Vorgänger „Jurassic World 2– Das gefallene Königreich“ begonnen haben.

Campbell Scott ist ein viel zu uninteressanter, diabolischer Elon-Musk-Verschnitt, um als Bösewicht zu funktionieren. Kurzrollen von aus der Reihe bekannten Schauspielern wie BD Wong, Omar Sy und Justice Smith haben wohl nur den Sinn, dem Zuschauer ein „Na, kennst du den/die noch?“ zu entlocken.

Selbst wenn „Jurassic World 3 – Ein neues Zeitalter“ mehr mit „Fast & Furious“ als mit „Jurassic Park“ gemein hat, liefert der Film genug Unterhaltungswert und gelungene Einzelsequenzen, um als passables Popcorn-Kino zu funktionieren.

3 von 5 Punkten


Quelle: Universal Pictures, YouTube

Jurassic World – Ein neues Zeitalter

Originaltitel:Jurassic World – Dominion
Regie:Colin Trevorrow
Darsteller:Laura Dern, Bryce Dallas Howard, Chris Pratt, Sam Neill, Isabella Sermon, Jeff Goldblum
Genre:Action, Abenteuer
Produktionsland/-jahr:USA, 2022
Verleih:Universal Pictures
Länge:147 Minuten
FSK:ab 12 Jahren

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von Universal Pictures

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 08.06.2022
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