Review: Godzilla 2 – King of the Monsters (Kino)

Das Plakat von "Godzilla 2 - King of the Monsters" (© 2019 Warner Bros Pictures)

Das Plakat von “Godzilla 2 – King of the Monsters” (© 2019 Warner Bros Pictures)

Inhalt: Godzilla liegt wieder im Tiefschlaf und die Organisation Monarch überwacht ihn und andere Titanen rund um die Uhr. Die Biologin Emma Russell (Vera Farmiga, „Captive State“), alleinerziehende Mutter der jungen Madison (Millie Bobby Brown, „Intruders – Die Eindringlinge“), hat vor kurzem ein Sonar entwickelt, durch das die Menschen mit den Monstern kommunizieren können. Als die beiden samt dem Gerät von dem Öko-Terroristen Jonah (Charles Dance, „Game of Thrones“) entführt werden und dieser anfängt, die Titanen aufzuwecken, steht bald das ganze Schicksal der Welt auf dem Spiel. Andere Monarch-Wissenschaftler um Emmas Ex-Mann Mark (Kyle Chandler, „Aufbruch zum Mond“) versuchen unter Hochdruck, die Vorgänge zu stoppen. Schnell bleibt nur noch eine Hoffnung: Godzilla.

Kritik: Seit den 1950er-Jahren trampelt das Urzeitmonster Godzilla inzwischen durch die Großstädte der Welt. Der Transfer des Materials nach Hollywood funktionierte aber nicht gerade reibungslos, wie die 1998er-Ausgabe von Roland Emmerich schon fast eindrucksvoll unter Beweis stellte. Im Jahr 2014 veröffentlichte Gareth Edwards dann seine Variation von „Godzilla“, die zwar eine deutliche Steigerung darstellte, dabei aber fast vergessen hat, die Hauptfigur überhaupt zu zeigen. Nun wird das legendäre Monster aber deutlich aktiver: Bevor es 2020 zum Giganten-Treff „Godzilla vs. Kong“ kommt, hat Michael Dougherty („Trick ’r Treat – Die Nacht der Schrecken“) nun mit „Godzilla 2: King of the Monsters“ erst einmal seinen Beitrag zur Reihe fertiggestellt. Beschwerden, dass es zu wenige Momente mit Kreaturen auf der Leinwand gibt, sollten wohl nicht aufkommen.

Was plant Jonah mit Emma und Madison? (© 2019 Warner Bros Pictures)

Was plant Jonah mit Emma und Madison? (© 2019 Warner Bros Pictures)

Doughertys Fortsetzung ist laut, explosiv und liefert an der Monster-Action-Front fast schon ein wenig zu verlässlich. Dafür bleibt die Substanz von Figuren und Geschichte ein wenig auf der Strecke. Verwicklungen und Motive der Charaktere sind bestenfalls dünn gezeichnet. So bleiben die meisten menschlichen Teilnehmer des Films Stichwortgeber für den nächsten Auftritt der titelgebenden Monster. Allenfalls Millie Bobby Brown, Vera Farmiga und Kyle Chandler, die Darsteller der zentrale Familie, bekommen Figuren mit ein wenig Profil spendiert.

Bradley Whitford („Get Out“) spielt als sprücheklopfender Dr. Stanton dank seines guten Timings den wahrscheinlich unterhaltsamsten Charakter. Ken Watanebe („Die Geiselnahme“) hat als Rückkehrer des 2014er-Film wieder die Hauptaufgabe, möglichst anschaulich Godzilla auszusprechen. Immerhin ist ihm in einer Szene, in der sich der Film selbst parodiert, einer der netteren Momente ohne Monster vergönnt. Weitere Darsteller wie Antagonist Charles Dance, Sally Hawkins („Shape of Water – Das Flüstern des Wassers“), Thomas Middleditch („Replicas“), O’Shea Jackson Jr. („Ingrid Goes West“) und David Strathairn („Das perfekte Verbrechen“) bekommen keine Gelegenheit, ihre schauspielerischen Qualitäten anzudeuten.

„Godzilla 2: King of the Monsters“ ist sicherlich ein Werk für die große Leinwand. In schicken Bildern wüten die riesigen Titanen durch die Welten des Films und hinterlassen dabei eine Schneise der Verwüstung. Ein wenig mehr Substanz hätte der Geschichte dann aber doch gut zu Gesicht gestanden. Am Ende des Tages bleibt eine ordentliche Materialschlacht, die für kommende Einträge der Reihe noch Luft nach oben lässt.

3 von 5 Punkten


Quelle: Warner Bros Pictures, LeinwandreporterTV, YouTube

Godzilla II: King of the Monsters

Originaltitel:Godzilla II: King of the Monsters
Regie:Michael Dougherty
Beteiligte:Kyle Chandler, Vera Farmiga, Millie Bobby Brown, Bradley Whitford, Sally Hawkins, Charles Dance
Genre:Drama, Biografie, Musical
Produktionsland/-jahr:USA, 2018
Verleih:Warner Bros Pictures Germany
Länge:131 Minuten
FSK:ab 12 Jahren
Kinostart:30.05.2019

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von Warner Bros Pictures

Verfasst von Thomas.

 

Zuletzt geändert am 28.05.2019
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