Review: Bates Motel Staffel 2 (Blu-ray)

Das Blu-ray-Cover von Bates Motel Staffel 2 (Quelle: Universal Pictures)

Das Blu-ray-Cover von „Bates Motel Staffel 2“ (Quelle: Universal Pictures)

Inhalt: Nach dem gewaltsamen Tod der Lehrerin Blaire Watson (Keegan Connor Tracy) hat Norman (Freddie Highmore) Schwierigkeiten wieder in den Alltag zurückzufinden. Die Freundschaft zu der rebellischen Cody (Paloma Kwiatkowski, „Percy Jackson: Im Bann des Zyklopen“) bringt ihn zunächst wieder auf die Spur. Währenddessen setzt Norma (Vera Farmiga, „Conjuring – Die Heimsuchung“) alles daran, den Bau der Umgehungsstraße, die den Tod des Motels besiegen würde, zu verhindern. In Christine (Rebecca Creskoff, „Hung“) und ihrem Bruder George (Michael Vartan, „Alias – Die Agentin“) findet sie gute und mächtige Freunde, die ihr mit Nick Ford (Michael O’Neill, „Vegas“) einen potenziellen Verbündeten vorstellen. Dieser treibt aber sein ganz eigenes Spiel.

Dylan (Max Thieroit, „House at the End of the Street“) wird dank seines neuen, psychotischen Chefs Zane (Michael Eklund, „The Call – Leg nicht auf!“) in einen Bandenkrieg verwickelt. Auch Sheriff Romero (Nestor Carbonell) gerät wegen Zane in gewaltige Schwierigkeiten. Emma (Olivia Cooke, „The Quiet Ones“) hat langsam genug von den Lügen und der Heimlichtuerei um sie herum und stellt der Familie Bates ein Ultimatum.

Kritik: Der Trend, Filme in Serien umzusetzen, ist schon fast allgegenwärtig. Dabei gehörte diese Vorgeschichte des Hitchcock-Klassikers „Psycho“ im vergangenen Jahr zu den ersten dieser Art. Die erste Staffel von „Bates Motel“ überraschte mit spannender Handlung und exzellenten Schauspiel-Leistungen vor allem in den beiden Hauptrollen. So war die Verlängerung der Serie von Showrunner Anthony Cipriano von zahlreichen Fans erwartet. In den zehn neuen Episoden gelingt erneut ein äußerst unterhaltsames Konstrukt, welches von seinen abwechslungsreichen Charakteren gelenkt wird. Trotzdem reicht es nicht ganz, das Niveau aus dem ersten Jahr zu halten. Es werden zahlreiche „Nebenkriegsschauplätze“ eröffnet, die zwar fast alle ihren Zweck erfüllen, aber doch zumindest streckenweise ziemlich konstruiert wirken. Dabei wird aber immer der milde ironisch, finstere Ton der Vorgänger-Staffel beibehalten. Gerade im legendären Bates-Haus kommt natürlich auch hier der gewisse Hitchcock-Flair auf.

Starke Hauptdarsteller und ein wahrhaft teuflischer Antagonist

Norman und Norma halten zusammen (Quelle: Universal Pictures)

Norman und Norma halten zusammen (Quelle: Universal Pictures)

Am stärksten ist die Serie, wenn sie sich auf ihre Protagonisten konzentriert. Das liegt unter anderem an den beiden herausragenden Hauptdarstellern. Freddie Highmore sieht nicht nur aus wie der kleine Bruder von Anthony Perkins. In diesen zehn Episoden, wo sich Norman langsam seiner dunklen Seite bewusst wird und auch ansonsten auf Identitätssuche ist, steigert sich Highmore schauspielerisch noch einmal. Dem jungen Engländer gelingt es zeitgleich sympathisch, beängstigend und bemitleidenswert zu wirken. Dazu agiert er absolut auf Augenhöhe mit der gewohnt herausragenden Vera Farmiga. Sie interpretiert Norma Bates wunderbar neurotisch und erstickt ihren Serien-Sohn fast mit ihrer Liebe. Im Prinzip bekommen die Zuschauer hier eine (nicht inzestuöse) teils klassische, teils verstörende Liebesgeschichte zwischen zwei Personen, die sich ungewöhnlich nah stehen, geboten.

Max Thieroit bekommt als Normans Halbbruder Dylan einen noch größeren Part, da allgemein die Drogengeschäfte in der Stadt einen weitreichenderen Platz in der Geschichte bekommen. Trotz seiner ruhigen und sehr sachlichen Rolle hat er einige hochemotionale Szenen. An seiner Seite mischt Michael Eklund mit grausig blondierten Haaren das Geschehen auf. Mit mephistophelischem Charme ist er sicherlich der stärkste Neuling der Serie. Olivia Cooke gibt wie im Vorjahr den taffen, aber liebenswerten Sidekick von Norman. Wahrscheinlich wegen „Transformers 4“ wurde Spielzeit und Rolle von Nicola Peltz deutlich zurückgefahren. Dafür bekommt der herrlich unterkühlte Nestor Carbonell noch mehr Möglichkeiten, um sich zu entfalten. Weitere Darsteller wie Michael O’Neill, Paloma Kwiatkowski, Rebecca Creskoff und Michael Vartan komplettieren mit sehr soliden Leistungen das Feld.

Auch wenn die Staffel inhaltlich (vor allem beim Thema Glaubwürdigkeit) etwas nachlässt, werden die Fans von „Bates Motel“ auch im zweiten Jahr zufrieden gestellt. Hoher Unterhaltungswert, interessante Weiterentwicklungen der Figuren und vor allem gute Schauspielleistungen sorgen für ein locker überdurchschnittliches Gesamtergebnis.

Dylan stößt auf ein Geheimnis seiner Mutter (Quelle: Universal Pictures)

Dylan stößt auf ein Geheimnis seiner Mutter (Quelle: Universal Pictures)

Die Staffel ist ab dem 30.10.2014 auf DVD und Blu-ray erhältlich.

3,5 von 5 Punkten

 

Bild: Optisch ist der HD-Transfer der zweiten Staffel auf oberem Serien-Niveau. Obwohl die Bilder manchmal etwas blass sind, gibt es an Schärfe und Detaildarstellung praktisch keine Kritikpunkte. Die Farben sind satt, kräftig und wirken ziemlich natürlich. Ein guter Schwarzwert und zufriedenstellende Kontraste sorgen für ein im Prinzip rundum gelungenes Bild. Unsauberkeiten und Fehler sind nicht zu erkennen.

4 von 5 Punkten

Ton: Der englische und der deutsche DTS-HD 5.1-Ton sind absolut überzeugend. Neben einer guten Dialogverständlichkeit aus den Frontlautsprechern. Die Abmischung der Hintergrundgeräusche ist voll und dynamisch. Ein Highlight ist die Präsentation des starken Scores, der hier für die gewisse Atmosphäre sorgt. Kräftige Effekte sind höchstens bei Schüssen zu vernehmen.

4 von 5 Punkten

Extras: Eines vorneweg: Die Menüführung, vor allem in Disc 1 mit zahlreichen Werbe-Trailern und den unübersichtlichen Menü-Symbolen ist erneut eine Zumutung. Als Bonusmaterialien gibt es auf der ersten Disc einige unveröffentlichte Szenen (4 Minuten) und ein Talk-Special zur Staffel-Premiere (21 Minuten). Auf der zweiten Disc gibt es weitere unveröffentlichte Szenen (11 Minuten) ein Talk-Special zum Staffel-Finale (21 Minuten) sowie ein Featurette über die Entwicklung der Charaktere (12 Minuten). Insgesamt bieten die Extras einen ordentlichen Mehrwert zur Serie.

3,5 von 5 Punkten

Gesamt: 3,5 von 5 Punkten


Quelle: Half Blood Mockingjay, YouTube

Bates Motel - Season 2

Originaltitel:Bates Motel - Season 2
Showrunner:Anthony Cipriano
Darsteller:Vera Farmiga, Freddie Highmore, Max Thieriot
Genre:Thriller-Serie
Produktionsland/-jahr:USA, 2013
Verleih:Universal Pictures Germany
Länge:10 Episoden zu je 43 Minuten
FSK:ab 16 Jahren

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 26.10.2014
Bates Motel – Season 2 (Blu-ray)

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